Also ich muss gestehen, dass ich es zuerst für einen Witz hielt, als mir ein Freund das nachstehende Fax als PDF schickte. “Ist das wirklich echt?” “Ja, DAS hat eine Mandantin von mir erhalten und mir weitergeleitet. Sie ist 75, hat noch nicht mal einen Computer…”
Das Abmahnschreiben ist der gespielte Witz!
Ironiemodus an: Hochprofessionelles, praktisch fehlerloses Schreiben mit angenehm nachvollziehbarer Kostennote. Sehr schön etwa das “Verwahngeld”. (in EXAKT dieser Schreibweise) Äusserst zurückhaltende Fristsetzung auch, zumal das vor drei Tagen eingegangene Schreiben immerhin offensichtlich vom letzten Jahr ist.
Schade, dass der Mann kein Fax hat, ist wohl ne kleinere Kanzlei. Aber macht nichts, seine Mandantschaft gibt es ja auch laut Google ebensowenig wie ihn selbst.
Sehr nachahmenswert auch der Erpressungsatz mit der Freiheitstrafe, rhetorisch clever als krönenden Abschluss des Schreibens gewählt.
Ich hoffe, ich konnte Sie/Euch weiterbilden!
PS: Der Kollege hat das Schreiben des “Kollegen” – den es namentlich zwar wirklich gibt, jedoch mit anderer Anschrift und anderer Bankverbindung(!) – gleich an die zuständige Staatsanwaltschaft sowie Rechtsanwaltskammer weitergeleitet



Insgesamt kommt das doch recht professionell rüber – zumindest, wenn man keine Ahnung hat, wie sowas aussieht, wenn es wirklich vom Profi kommt …
Allein die (doch recht eigenwillige) Rechtschreibung lässt allerdings noch auf nichts schließen – da habe ich tatsächlich auch von Kollegen schon Abenteuerliches zu lesen bekommen (auch wenn ich hier geneigt bin, dem Verfasser dieser Zeilen einen Sack Kommata zum nächsten Geburtstag zu schenken – den kann er dann dem Schreiben beifügen und der Empfänger kann diese dann nach Bedarf selbständig in den Text einfügen).
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This post was mentioned on Twitter by neubauerlaw: Abmahnungscomedy: Trittbrettfahrer bei Musikabmahnungen… – http://conlegi.de/?p=1756 – ES IST ECHT!!!…
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Unglaublich. Trittbrettfahrer gibt es wohl überall, auch im Bereich von Abmahnungen wegen Filesharing. Hoffentlich fallen nicht zu viele Personen hierauf rein. Sofern man seinen gesunden Menschenverstand einschaltet, sollte man merken, dass bei einem derart fehlerbehaftetem Schreiben etwas nicht stimmen kann. “Echte” Abmahnungen sehen dann doch etwas anders aus.
Ehrlich gesagt habe ich schon lange darauf gewartet, dass Abzocker auf diese Idee kommen ( http://www.ratgeberrecht.eu/abzocker.html/index.php ). Internetfallen gibt es schon so lange wie das WWW selbst. Doch eine Internetfalle ohne Internet ist mal was Besonderes!