Apr 292014

Wie die Zeit-Online und Golem berichten hat die Kanzlei Anka ein Versäumnisurteil gegen „The Archive AG“ erwirkt, also ein Urteil nach Aktenlage, wenn eine Partei nicht erscheint.

Dazu heißt es auf der Kanzleiseite von Anka

„Das Gericht ließ in der mündlichen Verhandlung keinen Zweifel daran, dass die Abmahnung unberechtigt war. Aufgrund der Abwesenheit der Firma „The Archive AG“ sowie deren Prozessbevollmächtigte erließ das Gericht ein sog. Versäumnisurteil, wonach vorerst feststeht, dass der Firma „The Archive AG“ kein Unterlassungsanspruch und Zahlungsanspruch zusteht. Zudem muss die Firma „The Archive AG“ die Kosten des Verfahrens tragen.“

Damit sollte auch für die übrigen Verfahren in Deutschland gegen „The Archive“ feststehen, dass die Abmahnungen hinfällig sind. Es ist jedoch nun daran, die Kosten, die den Abgemahnten durch die Abmahnung entstanden sind, wiederzuholen. DAS könnte schwierig werden, wie bislang in den vorherigen Artikeln zum Thema hier beschrieben.

Wir bleiben dran und werden berichten!

 

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6 Antworten to “Etappensieg gegen „The Archive AG“ in Sachen Redtube”

  1. Frank sagt:

    Hallo Frau Neubauer,

    Die ganze Sache ist unbefriedigend, da bisher noch alle(!) Beteiligten unbehelligt davon kommen. Das betrifft die Herren von „the Archive AG“, RA Sebastian, die Kanzlei U+C, die spanische Filmfirma, Hausner-Productions, die Briefkastenfirma, den Herrn Rouscho (oder ähnlich) …

    Sie alle laufen noch frei herum und freuen sich, einen Haufen Geld ausgeben zu können, da sie weder gejagt noch in irgend einer Art und Weise rechtlich behelligt werden.

    Das Rechtssystem hat hier voll versagt, auf ganzer Linie. Oder können Sie mir einen positiven Aspekt zeigen?

    In Köln hat man 89 Anträge bekommen, von denen 62 blind durchgewunken wurden. Darum müssen nun mehrere Tausend Menschen, jeder für sich, zum Gericht und sich beschweren, falls ich es korrekt verstanden habe. Eben diese Menschen müssen nun wieder Geld investieren und die Kosten erstattet zu bekommen. Aus der Schweiz wird nichts kommen und die Kanzleien sonnen sich weiterhin und machen weiter, als sei nichts geschehen.

    Sorry, aber das ganze Gebilde stinkt nach fauligen Kartoffeln. Verzeihen Sie mir die Wortwahl, aber das ist noch sehr positiv ausgedrückt.

    Es ist nicht einmal eine Etappe. Davon kann man sprechen, wenn „the Archive AG“ offiziell als Betrüger, als Kriminelle verurteilt werden. Danach muss es allen beteiligten RAs an den Kragen gehen. Zum Schluss sollen sich die vom Volk gewählten Politiker auf den besagten Axxxx setzen und eine vernünftige Rechtsprechung erlassen. Klar und deutlich für den normalen Bürger zu verstehen.

  2. Der Wolf sagt:

    Cheers !

  3. pc sagt:

    @Frank

    Ja, man gewinnt in der Tat den Eindruck, dass die Betroffenen noch froh sein müssen, dass die Gerichte den Unfug von U+C und Konsorten nicht auch noch bestätigt haben.

    Ein trauriges Bild, das sich hier abzeichnet. Zur Eindämmung der Abmahnindustrie dürfte das bisher Erreichte kaum beitragen.

  4. Frank sagt:

    Das VU ist jetzt wohl rechtskräftig: >>>klick mich<<<

  5. Der Wolf sagt:

    Der Aschaffenburger Rechtsanwalt Dirk Witteck geistert gerade mit einer Aussage durch einige Internetseiten, nach der sich die Telekom für Auskunftsdienste, bei der die Kundendaten zu bestimmten IP-Adressen herausgegeben werden (Rubrik IP-Adressinhaberdaten im Transparenzbericht), also wie im Redtube-Fall, bezahlen läßt.
    Ist da was dran ?
    Dies würde bedeuten, daß die Telekom einen finanziellen Vorteil dadurch hat, daß sie Auskunftsbeschlüssen von Gerichten gerade bei Massenabmahnungen nicht widerspricht, wie es rechtlich möglich wäre.

  6. Die Provider erheben für die Auskünfte ggü. den Abmahnern Entgelder.

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